Der Sommerregen prasselte auf ihre Haut. Das Gewitter begann schon bevor sie die Wohnung verließ und dennoch zog sie keine Regenjacke an und den Regenschirm neben der Türe beachtete sie nicht einmal.

Sie musste einfach nur raus. Raus aus der großen Wohnung, welche sie trotz allem einengte. Raus aus der stickigen Bude, wo ihr gerade die Decke auf den Kopf fallen wollte.

Draußen fielen große, warme Tropfen auf ihren Kopf und es fühlte sich gut an. So klar, So reinigend. Der absolut beste Nebeneffekt: man konnte ihre Tränen nicht sehen. Die Verzweiflung in ihren Augen war sichtbar. Doch so genau sah sie ohnehin niemand auf der belebten Straße an. Die Schmerzen in ihrer Seele konnte ebenfalls niemand sehen, geschweige denn erahnen.

Trotzdem waren sie da. Gerade in diesem Moment übermannten sie ihre Gefühle und auf der Straße, völlig schutzlos und angreifbar, gerade dort fühlte sie sich sicher und stark.

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